Antragsgegenstand:
Keine Diskriminierung wegen sexueller Orientierung
Die
Bundesversammlung möge folgende Stellungnahme beschließen:
In Amerika hat das Oberste Gericht entschieden, dass die Boy Scouts of America berechtigt sind festzulegen, daß Homosexuelle Menschen nicht für eine LeiterInnen-Funktion zugelassen werden dürfen.
Der heilige Stuhl in Rom hat vor Jahren noch einmal in einer Erklärung festgehalten, daß Homosexualität keine natürliche und keine schöpfungsgemäße Form der Sexualität ist. Diese Position wird von der Bundesversammlung der DPSG, auf der Basis dessen, was wir vom Evangelium verstanden haben, so nicht geteilt.
In der gleichen Erklärung hat der Heilige Vater deutlich gemacht hat, dass kein Mensch wegen seiner sexuellen Orientierung diskriminiert werden darf. Dieser Position schließt sich die Bundesversammlung der DPSG an.
Homosexualität ist Realität in unserer Gesellschaft und damit auch in unserem Verband. Dazu hat unser Verband sich aber noch nicht hinreichend positioniert. Die Bundesversammlung der DPSG verpflichtet sich, auch in Verantwortung für die Mitglieder unseres Verbandes, die gleichgeschlechtlich sind/leben, die noch offenen Fragen in diesem Kontext mit Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit und mit dem Ziel einer lebenshelfenden Positionierung zeitnah anzugehen.
Bedingt
durch die konkreten Vorgänge in Amerika werden wir auf die Boy Scouts
of America zugehen, sie um eine Darlegung ihrer Gründe bitten und
ihnen unsere inhaltliche Position darstellen.
Anm.
der Redaktion: Die Entscheidung über den Antrag wurde in den Hauptausschuss
verwiesen. Dort wurde der Antrag angenommen.